Neues zu Hause gesucht…

Es kommt vor, dass ein Hund im Laufe seines Lebens nicht nur ein, sondern womöglich ein zweites zu Hause sucht.
Dies kann verschiedene Gründe haben, die von Züchtern mal ganz ausgeblendet.
Manchmal sind es familiäre Gründe, Gesundheitliche oder einfach Lebensumstände, die es schwer machen, den Familienbegleiter weiterhin zu behalten.
Es gibt allerdings auch Gründe, aus denen ein Hund abgegeben werden soll, die für uns als Züchter kaum nachvollziehbar sind!
Da hat man sich für ein niedliches kleines Hündchen entschieden und alles ist wunderbar, bis die Pubertät ansteht und plötzlich wird es schwierig … und es wird alles anders.
War der kleine Bulldog am Anfang auf dem Sofa und im Bett ein niedliches Accessoire , wird es nun eng, wenn er seinen Platz dort wieder abgeben muss…
Oder es kommt ein neues Familienmitglied an, sei es menschlichen oder tierischen Ursprungs, der so niedliche Bulldog fühlt sich plötzlich zurückgesetzt und vernachlässigt und reagiert dem entsprechend, um mehr Aufmerksamkeit zu bekommen, positiv oder negativ…
Kurz um … er versteht die Welt nicht mehr, denn auch für ihn hat sich einiges geändert und er weiss es sehr wohl genau einzuordnen.
Hier ist es wirklich wichtig, sich bewusst zu machen, dass ich ein Lebewesen und Familienmitglied aufgenommen habe, welches es mir Wert sein müsste, es weiterhin als Familie zu behandeln und mir Gedanken zu machen, warum ich bzw. die momentane Konstellation bzw. Entwicklung so ist, wie sie ist und daran arbeite.
Ich muss leider immer wieder den selben Vergleich anbringen…
Wir haben 2 Kinder, die beide die Pubertät durchlaufen haben, bzw. mittendrin stecken.
Ganz ehrlich, beide sind hierin doch sehr unterschiedlich, obwohl es die gleichen Ursprünge sind.
Und ja…manchmal wünscht man sich eine JugendlichenKlappe…Da funktionieren die einfachsten Dinge nicht mehr, Sozialverhalten und familiäre Strukturen werden in Frage gestellt, man hat als Eltern den Eindruck, als hätte man alles/vieles falsch gemacht und manchmal läuft es auch richtig aus dem Ruder.
Nichts desto trotz geben in dieser Phase nur wenige Eltern ihre Kinder wirklich ab bzw. auf..auch wenn man es manchmal einfach tun möchte. Dafür liebt man sie dann doch zu sehr und fühlt sich vor allem Verantwortlich.
Und genau das ist es, was den meisten, wenn auch nicht allen, Menschen fehlt, die ihre Hunde in schwierigen Phasen abgeben.
Und ich spreche jetzt nicht von denen, die es wirklich aus gesundheitlichen oder sonstigen echten Gründen tun müssen.
Allerdings ist es wie bei den Menschen, manchmal besser sie kommen in eine andere Familie, damit sie nicht weiter unterschiedlichen Traumata und für ihre weitere Entwicklung schädlichen Einflüssen ausgesetzt sind.
Ich möchte hiermit weiss Gott keinen diskreditieren, nur aufmerksam machen und ehrlich überlegen, wenn ich mich für ein neues Familienmitglied entscheide, dann mit Leib und Seele und nicht nur weil es ein schöne Farbe hat und so wahnsinnig niedlich dreinschaut.
Es ist und bleibt ein Lebewesen und hat zu seiner Familie einen Bezug in irgendeiner Weise aufgebaut.

Also bitte immer erst ehrlich und realistisch nachdenken, bevor man das Abenteuer Hund auf sich zu kommen lässt, damit es nicht später zu einem Drama für beide Seiten wird.

Die Eleanors Bulldogs

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